Der Stoff macht die Musik

Im Laufe der Jahre hat sich Maria Wolfsteiner von der Modeschülerin im österreichischen Heimatwerk zur erfolgreichen Designerin hochgearbeitet. Ihr Atelier in Hartkirchen liegt inmitten einer Oase aus zwitschernden Vögeln, grünen Wiesen und Blüten soweit das Auge reicht. Dass sich ihr Arbeitsplatz in einem Dorf befindet, hinderte die Designerin allerdings nie daran, auch in der Bundeshauptstadt Wien Fuß zu fassen.

Die hohe Schneiderkunst 

Seit etwa sechs Jahren designed Maria Wolfsteiner jährlich mehrere Kleider für den Opernball. Die Vorbereitung dafür dauert fast ein Jahr. „Die Ideen für die Kleider kommen fast alle von mir. Jeder weiß, dass ich ausgefallene Stoffe habe“, so die Designerin. Jede möchte dann die Schönste sein und das tollste Material haben. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Gemeinsam mit der Kundin sucht Maria Wolfsteiner die Stoffe aus, erst danach entsteht das Design. Die Modefachfrau erklärt: „Die meisten designen zuerst und suchen dann den Stoff, aber das ist für mich fast verkehrt. Wenn zwar das Modell passt, aber der Stoff nicht, passt das ganze Konzept nicht.“ Auch bei den großen Designern werde zuerst das Material mit Textilingenieuren abgesprochen. Diese entwickeln Techniken für Haute Couture Stoffe wie Laser- oder Spitzentechniken. Dabei wird sehr viel per Hand gearbeitet.

Wolfsteiner Brautkleid

850 Stunden für den royalen Schleier

Haute Couture ist die hohe Schneiderkunst. Maria Wolfsteiner kommentierte die royale Hochzeit von Prinz Harry und Meghan Markle im Fernsehen: „Obwohl das Kleid sehr einfach ausgesehen hat, war es das absolut nicht. Auf dieser Seide waren einige Lagen Organza und damit muss die Designerin arbeiten. Es rutscht dir aus den Fingern, alles ist mit der Hand gemacht. Also das ist Knochenarbeit.“ Den Arbeitsaufwand für den Schleier allein schätzt die Modefachfrau auf circa 850 Stunden, denn er enthielt 50 verschiedene Symbole und war mehrere Meter lang. Jede halbe Stunde musste eine Schneidern ihre Hände waschen, damit der Stoff nicht schmutzig würde.  

Dennoch beschrieben Journalistinnen und Journalisten Meghan Markles Kleid als sehr schlicht. Hier sieht man wohl den Unterschied zwischen Medien- und Modefachfrauen/ -männern.

Hochzeit von Ulrike & Christian in Wolfsteiner Design

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